Was sich verändert, wenn ich mir selbst wieder zuhöre
Lange habe ich meine innere Stimme überhört.
Nicht absichtlich – eher aus Gewohnheit.
Es war einfacher, weiterzumachen, als stehenzubleiben und zu fühlen, was eigentlich da ist.
Mit den Jahren wurde dieses leise Übergehen anstrengender.
Mein Körper wurde müde, meine Gedanken lauter.
Und irgendwo dazwischen entstand der Wunsch, mich selbst wieder ernst zu nehmen.
Wieder lernen, hinzuhören
Mir selbst zuzuhören bedeutete nicht, sofort Antworten zu haben.
Es bedeutete, mir Zeit zu geben.
Pausen zuzulassen.
Und nicht gleich zu bewerten, was ich wahrnehme.
Manchmal ist es nur ein Gefühl.
Manchmal ein klares Nein.
Und manchmal einfach die Sehnsucht nach mehr Ruhe.
Seit ich mir selbst wieder zuhöre, treffe ich Entscheidungen langsamer –
aber stimmiger.
Vielleicht ist das keine große Veränderung.
Aber es ist eine, die trägt.
Dieser Beitrag ist Teil einer Blogserie.
Im ersten Artikel schreibe ich darüber, warum Achtsamkeit ab 50 für mich alles verändert hat – und wie dieser Weg begonnen hat.
